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Das Kraftwerk in der Kaverne
Um das gewaltige vorhandene Wasserpotential auch nach der Einstellung des Bergbaus nutzen zu können, entstand der Gedanke der Errichtung eines Wasserkraftwerkes. Wesentlichen Anteil dazu hatte der Oberdirektor der Königlichen Erzbergwerke Carl-Heinrich Fischer (1858-1939), damaliger Vorsitzender des zuständigen Revierausschusses.
Er wollte Industrie und Gewerbe in den von der Wirtschaftskrise heimgesuchten Bergbauorten preisgünstig Strom anbieten.
Oberbergrat Oscar Reinhold Lange (1860-1937) fiel die technische Verwirklichung dieses Vorhabens zu. Er erkannte, daß die Gegend zwischen Constantin- und Drei-Brüder-Schacht die besten Voraussetzungen für eine kombinierte Nutzung von Gruben- und Tageswässern bot.
Nachdem alle juristischen und technischen Hürden genommen waren, konnte ab 1913 die unterirdische Kaverne aufgefahren werden.
Am Heiligabend des Jahres 1914 ging das Revierelektrizitätswerk Drei-Brüder-Schacht in Betrieb. Die Anlage ist damit das älteste Kavernenkraftwerk der Welt, denn erstmals in der Geschichte der Technik hatte man einen untertägigen Grubenbau planmäßig für ein öffentlich genutztes Kraftwerk geschaffen.
Meisterraum Untertage im heutigen Zustand
Mit dem 1922 eröffneten Oberwerk im Constantin-Schacht und der Vollendung des Unterwerkes im Drei-Brüder-Schacht 1924 erreichte es seine geplante Größe.
Generatoren - Historisches Foto von 1964
Wegen der Wiederbelebung des Bergbaus durch die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft Wismut mußte das Unterwerk 1948 seinen Betrieb einstellen. Das Oberwerk wurde erst nach der Wiederaufnahme des Bergbaus im Constantin-Schacht durch die Bleierzgruben Freiberg im Jahre 1951 abgeschaltet. Der hohe Energiebedarf bescherte dem Revierelektrizitätswerk allerdings bereits 1953 eine Renaissance, wenn auch mit eingeschränkter Leistung.
Schaltwarte des Kraftwerkes
Mit dem Ende der Freiberger Gruben 1969/70 wurde das Oberwerk geschlossen, der Stauraum für das Unterwerk jedoch wiederhergestellt. Der Drei-Brüder-Schacht lieferte weiter ökologisch unbedenkliche Elektroenergie.
Wissenschaftliche Studien der TU Bergakademie Freiberg
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